Go to Top
Rufen Sie mich an: 04108 415833

Weltmarktführer Weisheit: Interne Kommunikation

Vorwort zur Artikelserie

Grundlage dieser Artikelserie ist ein von mir durchgeführter Weltmarktführer-Vergleich. Dabei habe ich die Arbeitsweisen und Erfolgsstrategien der Würth-Gruppe mit meinen langjährigen Erfahrungen als Mitarbeiter der Helm AG in Hamburg verglichen. Als Grundlage für die Arbeitsweisen der Würth- Gruppe diente mir das Buch von Prof. Bernd Venohr, das er unter dem Titel "WACHSEN WIE WÜRTH" veröffentlicht hat.

Insgesamt wurden 125 Merkmale ausgewertet, bei über 90 Merkmalen ist eine sehr starke Überschneidungen bei den Arbeitsweisen und Strategien festzustellen. Dieser Vergleich bestätigt die Thesen, dass Erfolg kein Zufall ist und dass  unbekannte Weltmarktführer in vielen Bereichen ähnliche Verhaltensweisen leben, die nach meiner Einschätzung zwingend zum Erfolg führen. Ich bin fest davon überzeugt, dass jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, von diesen Arbeitsweisen lernen kann.

Hinweis: Beide Unternehmen stammen aus dem Segment des Handels, bei der Verallgemeinerung ist zu beachten, dass für Produktunternehmen weitere Erfolgsfaktoren zum tragen kommen.

Ihr Nutzen

Die Weltmarktführer Weisheiten sollen zur Reflexion anregen, sie sollen dazu dienen zu hinterfragen, inwieweit das eigene Unternehmen oder der Arbeitgeber diese Arbeitsweisen bereits erfolgreich umgesetzt hat. Sie sollen Chancen für die Weiterentwicklung von Unternehmen eröffnen und dabei die Möglichkeit bieten von erfolgreichen Unternehmen in Deutschland zu lernen.

Die Welt

Weltmarktführer Weisheit

In dieser Weltmarktführer Weisheit möchte ich auf das Thema interne Kommunikation eingehen. In den Jahren meiner Tätigkeit für einen Weltmarktführer und in den Jahren in der Sanierung von Mittelstandsunternehmen habe ich zwei völlig unterschiedliche Welten in Bezug auf dieses Thema kennen gelernt. Bei der Helm AG und auch bei dem Weltmarktführer Würth ist die interne Kommunikation ein zentraler Erfolgsfaktor. Sie reduziert sich eben ganz und gar nicht auf die heute so gern genutzte Kommunikation per Mail. Bei beiden Weltmarktführern gibt es eine systematische, ritualisierte, und verlässliche Regelkommunikation und diese von Angesicht zu Angesicht. Die gesamte Kommunikation ist äußerst transparent und offen, damit insbesondere die Führungskräfte aller Ebenen das gesamte Bild des Unternehmens vollständig kennen und dieses gegenüber ihren Mitarbeitern vertreten können. So gab es bei Helm: Abteilungsleitersitzungen, Bereichsleitersitzungen, Vorstandssitzungen, Sparten-Sitzungen,interne Bereichssitzungen, Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden und zum Beispiel auch regelmäßige Sitzungen des Sparten-Vorstandes mit den Abteilungsleitern. Bei Würth existiert für jede Regelkommunikation ein Steckbrief, der Ziele, das Vorgehen und weitere Rahmenbedingungen definiert. Für jede dieser Kommunikationsformen gab es eine Agenda und äußerst zeitnah ein Protokoll für die Teilnehmer- bei Würth wird dieses Protokoll sogar simultan innerhalb der Sitzung erstellt.

Bei den Hidden Losern gab es kaum oder gar keine Regelkommunikation mit Führungskräften und Mitarbeitern, man traf sich wenn überhaupt nur situativ zu Gesprächsrunden, eine Agenda und ein Protokoll waren eher Fremdworte. Dafür beklagten sich die Geschäftsführer immer wieder gerne über die mangelnde Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und ihrer Arbeit, Fehler in der Durchführung, mangelndes Verständnis für andere Abteilungen und Kollegen, Doppelarbeiten, Dienst nach Vorschrift usw. usw.

Meine Erfahrung ist ganz klar: Die personale Kommunikation lässt sich durch nichts ersetzen!

Erfolg ist kein Zufall!

 

Co-Autor: Prof. Dr. Bernd Venohr

Titelfoto: Haie-Sitzung 2009 von Kölner Haie, gefunden auf Flickr.com unter CC-Lizenz.

, , , ,

Ein Kommentar zu "Weltmarktführer Weisheit: Interne Kommunikation"

  • Tobias
    24. September 2013 - 17:08 Kommentieren

    Interne Kommunikation hat sich als äusserst wichtig erwiesen für den Erfolg eines Unternehmens, dies ist bereits vielen Unternehmern bekannt und sie versuchen sich in dieser Richtung weiterzubilden. Die Angestellten sind automatisch motivierter und setzen sich höhere Ziele bei der Arbeit oder in der Karriere, welche sie verfolgen möchten.

Schreiben Sie einen Kommentar