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Red Bull: der Marketing-Weltmarktführer

Marketingansatz zum Weltmarktführer

"Wir haben von Anfang an 50 Cent von jedem Euro Umsatz in Marketing investiert, bis an die Grenze zur Besinnungslosigkeit" (Dietrich Mateschitz , Gründer von Red Bull)

Heute möchte ich mit einem Exkurs zum Thema Marketing aufwarten. Ich bin immer wieder begeistert, wie gnadenlos und konsequent dieses Unternehmen Sport-Marketing betreibt. In einer schier unendlichen Zahl von Sportarten, und das weltweit, wird in die Marke und das Image der Marke investiert. Das Marketing-Budget von Red Bull betrug im Jahre 2010  1,4 Mrd. Euro, ca. ein Drittel vom Umsatz. Die obige Aussage des Gründers von Red Bull, der heute zu den reichsten Österreichern gehört, zeigt deutlich mit welcher Priorität Marketing betrieben wurde und wird.

 

Marketing im Mittelstand

In den vielen Jahren meiner Beratungstätigkeit konnte ich ganz unterschiedliche Unternehmen im Mittelstand kennenlernen, von der Familien-GmbH bis zum börsennotierten Großunternehmen, vom Hidden Champions bis zum Hidden Loser. In sehr vielen Betrieben habe ich Marketing stets als sehr stiefmütterlich behandelte Rolle erlebt, Motto: Marketing kann Fräulein Müller noch nebenbei machen, oder die Assistentin des Geschäftsführers beauftragt mal eben eine Druckerei ein paar neue Flyer zu bestellen. Das das Marketing die Lokomotive eines Unternehmens darstellt, die Zugmaschine für das gesamte Unternehmen, hat dort in der Regel keiner verstanden. Da in vielen Branchen die Produkte und Anbieter austauschbar sind, ist Marketing nach meiner Einschätzung oftmals wichtiger als das Produkt.

Marketing-Budgets, ein Marketingplan, eine Übersicht von Marketinginstrumenten sowie interne und externe personelle Ressourcen sind kaum vorzufinden. Die Ausgaben für Marketing liegen häufig unter 1 % des Umsatzes.

Marketing bei den Weltmarktführern

Auch Hidden Champions und Weltmarktführer sehen sich selbst noch nicht als Marketingprofis. Viele von ihnen haben noch keine eigenständige Marketingabteilung. In der Regel sind die Kundenbeziehungen über lange Zeiträume gewachsen und es bestehen gegenseitige Abhängigkeiten zwischen Lieferant und Kunde.

Da Märkte und Geschäftsmodelle in immer kürzeren Zyklen einem Wandel ausgesetzt sind, werden auch Weltmarktführer sich immer intensiver mit dem Thema Diversifikation auseinander setzten müssen. Hier geht es um das Erschließen neuer Märkte, neuer Kundengruppen sowie der Positionierung gegenüber dem Wettbewerb. Auch diese Aufgaben gehören zum klassischen Aufgabenspektrum des Marketings und werden die Etablierung eines professionellen Marketings erfordern.

Sicherlich sollte nicht jedes Unternehmen gleich 50 % seines Umsatzes in das Marketing investieren, es verkauft ja auch nicht jeder grausig schmeckenden "Gummibärsaft. Ein festes Marketing-Budget zwischen 5 und 10 % des Umsatzes und entsprechende ausgebildete, ambitionierte personelle Ressourcen werden sicherlich zur Zukunftsfähigkeit eines jeden Unternehmens beitragen.

Erfolg ist kein Zufall!

 

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Artikelfoto: Red bull soapbox von Richard Winchell, gefunden auf Flickr.com unter CC-Lizenz

 

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